Never change a burning System

Nachdem ich ja schon über alles Mögliche klabautert habe wollte ich mal dem Wunsch folgen, 100% authentisches Material – wie üblich aus 100% subjektiver Muschi-Perspektive – zum Thema Mountainbike abzuliefern.

So gibt es, im Rückblick auf das diesjährige Sea Otter Classic Festival, für mich nur ein Thema, das ein vergleichbares Reizpotenzial bietet wie 100% Muschi: Was polarisiert Mountainbiker seit Jahren mehr als das Thema Laufradgrößen! Da gibt es das Sea Otter Classic Festival seit nunmehr 25 Jahren, 20 Jahre mit einem Laufradstandard. Und jetzt, haben wir die 5te, 6te,7te, 8te Laufradrevolution innerhalb von fünf Jahren am Start. In meinen Augen ist es fast wie Krieg, dieser aggressive Verdrängungswettbewerb der letzten Jahre. Ist das nicht ein Thema, um euer Blut in Wallung zu bringen? Zumindest ist diese Anstrengung für euch gluten- und laktatfrei. Wie steht ihr zum Thema Laufradgrößen? Gibt es eine Entwicklung, die zukunftsweisend ist?

Wir hier in der Redaktion sind ja auch nur Getriebene der Industrie. Natürlich thematisieren wir Neuheiten, und das auch kritisch, wie man im Moment beim Thema 650B+ und Maxis Einschätzung beobachten kann. Auch wir diskutieren Neuheiten kontrovers und sind noch lange nicht immer einer Meinung. Jedoch sind diese Themen im Regelfall in der IBC schon seit längerem unterwegs und werden auch dort diskutiert. Mittlerweile sind es ganze Herden von Säuen die durch die Dörfer dieser Welt getrieben werden, und die Industrie bleibt sich ihrem Motto der Dekade treu:

Never change a burning system

Aber weiß eigentlich noch jemand wie er begann, dieser muschinöse Laufradgrößenkrieg? Da werden unsere Geldbeutel weiterhin und mehr denn je durch Ausgaben für Gummi, Stollen, Naben- und Achsstandards belastet. Da sollten wir doch noch mal alles Revue passieren lassen.
Nee, war das noch eine glückliche Zeit, als es für MTB nur eine gottgegebene, im Schlamm der Wälder manifestierte Laufradgröße gab: 26 Zoll. Nee, watt schö…

Da hatte man mehr Zeit, sich über andere Komponentenerfahrungen zu streiten. Wie zum Beispiel über Übersetzungsvarianten oder auch dem Sinn und Zweck von hohlgebohrten Titanschrauben. Doch dann wurden die dogmatischen Standpunkte von SRAM-Liebhabern und Shimano-Fetischisten von heute auf morgen ad acta gelegt und gemeinsam der neue Feind am Firmament bekämpft. Es begann der Kampf David gegen Goliath, 26 Zoll gegen Twentyniner. Die Spiele hatten begonnen…

Wer hat die schönsten Stollen und das tollste Reifenmaß?
#1 Wer hat die schönsten Stollen und das tollste Reifenmaß?

Wer ist es gewesen? Wer hat den ersten Schritt getan? Wer hat diesen Krieg zu verantworten? Man will es vergessen, denn niemand will es gewesen sein. Hauptsache, man ist dabei gewesen, in der Diskussion um Laufradgrößen. Es begann erst mit 26 gegen 29 Zoll. Es entwickelte sich dann zum Zweifrontenkrieg für die 26 Zöller und gegen den zweiten Feind 650B. Und enden wird es in einer finalen Schlacht im Kampf mit den +Laufradgrößen. Aber eines wird am Ende gewiss sein, es wird kein Zurück mehr geben.

Es sind auf jeden Fall mal wieder die Amerikaner gewesen, die angefangen haben, wie immer eigentlich. Nach über 30 Jahren mit einem Laufradstandard musste auch mal was anderes her. Es gab wohl eine kleine innovative Flaute, die den Markt und die Weiterentwicklungen am MTB so dahin dümpeln ließ. Da kam man auf DIE Idee. Es wurden alte Ideen wiederbelebt. Gerade gut genug für einen neuen Glaubenskrieg, nachdem der zwischen Sram und Shimano ja auch in den späten 2000er Jahren etwas langweilig geworden war. Der Amerikaner an sich ist ja recht aufgeschlossen für Neues. Da interessiert es auch erst mal nicht, ob irgendwas auch wirklich funktioniert oder nicht. Es wird zunächst einfach mal alles ausprobiert. Da ist der europäische Markt schon anstrengender, da wird viel mehr diskutiert, hinterfragt und mitunter auch kaputt geredet.

Haben Foren und Magazine auch ihren Anteil an der neuen Idee mit dem 29er? Ich denke: Nein. Ganz im Gegensatz zur Industrie. Nach dem Motto: Ich begegne einer sinkender Kaufquote mit einem Grabenkrieg um eine Laufradgröße. Wenn das mal nicht eine perfekte Marketingstrategie ist. Vielleicht waren es die Händler, die nach neu zu generierenden Umsätzen geschrien haben? Oder ganz schlicht und „illuminatisch”: Schuld war er es, der Kunde himself, der schon seit Jahren im Traum nach großen Rädern geschrien hat. Welcher größer gewachsene Erwachsene will auch immer nur auf einem Kinderrad fahren. Nein, das wäre jetzt dann doch zu spinnert. Oder?

Das 29er Blackbuck von unserem Moderator Rommos kann man auch mit B+ Reifen fahren.
#2 Das 29er Blackbuck von unserem Moderator Rommos kann man auch mit B+ Reifen fahren. – Hier der Aufbaufaden http://www.mtb-news.de/forum/t/die-antilope-soll-in-die-freiheit-ein-kleiner-aufbaubericht.568613/

29 goes Enduro.
#3 29 goes Enduro. – Ein gelungener Aufbau von unserem User madone, nachzulesen [url=http://www.mtb-news.de/forum/t/buntes-pferd-mit-seele-aufbauthreat-2souls-qh.631692/]hier[/url].

Ich glaube ja, es gibt nur einen Schuldigen und der heißt Specialized. Die Speiseeisvertreiber sind nämlich daran schuld, dass ich mir 2010 mein erstes 29er gekauft habe. Komisch ist gewesen, dass zu dieser Zeit die, die am lautesten gegen 29er wetterten, nie eines Probe gefahren haben. Und die, die es spannend fanden, kauften eins und fanden meist nichts zu schimpfen über diesen neuen „Standard“.

Und was gab es da nicht alles Schlechtes zu berichten über 29er: Zu schwer, zu träge, zu instabil, zu unpräzise, zu langsam, zu doof, zu trotzdem, zu hässlich und zu sehr verkehrte Welt. Das Resultat war verblüffend: viele Hersteller verharrten in einer Schockstarre, bloß nichts falsch machen. Insbesondere in Europa. Die Großen der Branche trauten sich erst nicht wirklich an das Thema, dafür übernahmen kleine Schmieden wie Surly, Salsa, Niner, Singular und Gary Fisher den Markt. Während bei uns das Thema weiter versucht wurde kaputt zu reden, wurde Amerika vertwentyninered.

Am Ende hat es aber nix gebracht. David hat gewonnen und 26 Zoll geriet im Federwegsbereich unter 120 mm in die Defensive. Das konnte ich ab 2010 bei XC-Rennen bestens selber beobachten. Und heute fährt 26 Zoll da in der Oldtimer (neudeutsch: Youngtimer)-Wertung mit. Zu Recht. Natürlich wurde die Entwicklung dadurch begünstigt, dass da einige Schnarchnasen bei den Global Playern irgendwann aufgewacht sind und die Zeichen der Zeit erkannt haben. Ein Zeichen, sie sehen ein Zeichen, das sah so aus: $.

Und weil die Schlacht um 29 Zoll durch grobe strategische Fehlentscheidungen und Zögerlichkeiten fast in einen Stellungskrieg ausgeartet wäre, wollte die Bike-Industrie die nächste Offensive sofort und unabdingbar für sich entscheiden. Insbesondere die Europäer, die bei 29“ offensichtliche Ladehemmungen gehabt hatten. 26 Zoll sollte nun den finalen Gnadenstoß versetzt bekommen durch eine echte Innovation.

Und dabei kam eine ausgemusterte Laufradgröße gerade recht. Die gab es mal in den 80’ern bei den Klunkern und dann nicht mehr: erst mit 29“ aber dann mit 650B fuhren unsere einstigen Helden wie Gary Fisher durchs Gelände. Drei Ziffern, ein Buchstabe – ein Verhängnis. Denn nun drehte die Industrie endgültig am Rad. Die Händler rotieren auch. Es wurden Lagerhallen groß wie Scheunen gebaut, um das ganze Laufradgedönse von 26, 27,5 und 29 Zöllern unterzubringen. Freude überall, endlich! Der heilige Gral wurde wiedergefunden. Zumindest im Marketing. Das beste aus zwei Welten, der goldene Kompromiss. Die Massen toben und die Kassen klingeln.

Formel Reifen von muschiMehr Mountainbike-Videos

Aber im Gegensatz zum gewachsenen 29er Krieg ist das mit 27,5 Zoll eine Farce. Da muss jetzt auf Biegen und Brechen ein weiterer Laufradstandard etabliert werden, den eigentlich kein Mensch braucht. Gefragt wird auch niemand, er ist einfach da. Schluss, Punkt, Ende, Aus. Durchgedrückt vom alten Europa und den amerikanischen Freunden zu gleichen Teilen. Da wird schön, schöner, am schönsten ein Produkt schönst geredet, um sich danach auf die Schulter zu klopfen, wie toll man den Markt umgekrempelt habe. Alle Jahre wieder dasselbe Spiel, nur die Intervalle überfordern den Normalsterblichen.

Und, mal ganz ehrlich; ja, ich habe es ausprobiert. Gegenüber 26 Zoll sehe ich – für mich – keinen großen, erst recht nicht revolutionär spürbaren, Vorteil. Vielleicht ist das aber auch sehr wahrscheinlich so, wie am zweiten Weihnachtstag und dem dritten Festschmaus: Der Appetit kommt beim Essen. Wenn man es nicht weiß und nicht genau hinguckt, fällt das größere Rad noch nicht mal auf, so gering ist der Größenabstand zu 26 Zoll. Und den Quatsch mit der Inkarnation der ultimativen Laufradgröße mit dem Besten aus 26 und 29 Zoll, blanker Marketing-Bullshit. Ich bin überzeugt, dass der Otto-Normal-Mountainbiker diesen neuen Standard nicht braucht. Warum? Weil viele ja noch nicht mal beim 29er angekommen sind. Und das 29er war eine Innovation.

Das erste Serien 29+ von Surly, klassisch und mit Herzblut aufgebaut von unserem User mikeonbike.
#4 Das erste Serien 29+ von Surly, klassisch und mit Herzblut aufgebaut von unserem User mikeonbike. – Seine Geschichte findet sich hier: http://www.mtb-news.de/forum/t/ich-hab-da-son-bild-im-kopf.686930/

29+ Prototyp vom tschechischen Rahmenbauer SingleBe, ein Traum in Stahl.
#5 29+ Prototyp vom tschechischen Rahmenbauer SingleBe, ein Traum in Stahl.
Um von diesem 650B Revival-Kriegsschauplatz abzulenken, bringt man auf kleinen Nebenkriegsschauplätzen dann noch Spezialeinheiten in Stellung. Angefangen hat es mit dem 29+ Format. Das finde ich persönlich ja sehr interessant, wird sich aber nach der neusten industriellen Tretmine B+ wohl spätestens in 2 Jahren in Luft aufgelöst haben. Das Problem ist einfach: Es verlangt schon durch die schiere Größe der Laufräder zwingend nach einem speziellen 29+ Rahmen, Gabeln und Laufradsätzen.

Was liegt da näher, als auch bei 650B ein „Plus“-Format zu etablieren, welches in die meisten normalen 29er Rahmen passen würde. Oder auch nicht, was neue Rahmen und Gabeln rechtfertigt. Gesagt, getan. Und wieder ein Sieg im Kampf gegen 26 Zoll gewonnen. Dabei ist das alles nix Neues, nur, dass es diesmal der Industrie ernster ist als in den Achtzigern. Damals wechselten alle doch nur deshalb von den Klunkern auf 26Zoll, da es kein Angebot an breiten Reifen in 650B gab.

Leck mich fett, die da in den Denkfabriken der Industrie sind ja so schlau. Ich will auch Spezialeinheit sein. Trotzdem glaube ich dass mit dem 650B+ Format die Amis einen Coup gelandet haben. Mich würde es nicht wundern, wenn 650B+ die wirklich wichtige Entwicklungsstufe neben den 29ern wäre. Als Rocky Mountain seinen Sherpa Prototypen mit 650B+ Anfang 2014 auf dem Sea Otter Classic und später in Riva vorstellte, sprangen einige Rahmenbauer schneller auf den Zug auf, als die Reifenhersteller ihre Neuentwicklungen liefern konnten. Kleine Hersteller wie Singular, Gasventinove, Genesis und SingleBe waren flexibel und schnell dabei. Und gerade als ich diesen Text Korrektur lese, kommt vom diesjährigen Sea Otter Classic eine B+ Neuigkeit nach der anderen herein. Trek, Specialized, Rocky Mountain… nun auch die Großen… fantastisch wenn man live miterleben darf, wie neue Märkte entstehen. Oder entstanden werden. Und jetzt fällt mir auch wieder ein, wen man mitverantwortlich machen kann.

Bob Poor ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir immer wieder neue Sehnsüchte entwickeln. Zunächst war Bob Poor an der Entwicklung der ersten 29er Reifen in den 90er Jahren beteiligt. Nun ist er bei 650B+ auch einer der Speerkämpfer, und immer fällt dabei automatisch der Name WTB. Ihn dürfen alle die steinigen, die jetzt schon kollabieren.

Denn jetzt kommt es dicke.

Hier das Mason in B+ von unserem User retorix.
#6 Hier das Mason in B+ von unserem User retorix. – Er hat das Thema B+ als erster in der IBC thematisiert, und sich natürlich auch als erster an die Umsetzung herangetraut. Von Anfang bis Ende hier nach zulesen: http://www.mtb-news.de/forum/t/zweimal-b-ist-sexy-wird-b-dann-richtig-hot.729368/

Auch ein Bike der Woche darf nicht fehlen.
#7 Auch ein Bike der Woche darf nicht fehlen. – Ein B+ Projekt entstanden aus einem Crowd-Funding Projekt von User Tomt, das Rovagrossa von Gasventinove http://www.mtb-news.de/news/2015/03/26/bike-der-woche-gasventinove-rovagrossa-plus-bike-von-ibc-user-tomt/

Es sieht nicht gut aus für 26 Zoll: Rückzug an allen Fronten. An allen Fronten? Mitnichten, was die anderen können, kann 26 Zoll auch. Das ehrwürdige Format sucht sich eine Nische zum Überleben. Da die Kleinen ja häufig unter Minderwertigkeitsproblemen leiden, macht 26 Zoll seit Jahren mal einen auf dicke Hose. 26 Zoll macht auf Fat. Was geplant war, um in den endlosen Schnee- und Sandweiten der USA zu jeder Zeit für Fahrspaß zu sorgen, entwickelt sich so langsam aber sicher zum spaßigen Allround-Kampfgerät. Ja, das meine ich ernst, es gibt Menschen die genießen lieber pur und langsam. Es sei ihnen genauso gegönnt, wie denen, die es kurz und schnell mögen. Aber Achtung: Trek hat bereits Fatbikes mit 27,5“ Felgen vorgestellt und etwas weniger hoch bauendem, 3/4 fettem Gummi. Fällt also am Ende des Tages wirklich noch die letzte Bastion von 26“? Dann bleibt wohl nur noch die fade Existenz als Laufradgröße für Kinderräder…

An der Entwicklung der Plusformate erkennt man allerdings auch, dass Fatbikes nicht die Zukunft sein werden. Da stellt sich die Frage, ob man Fatbikes überhaupt als eigenständige Kategorie sehen sollte. Vielmehr ist das Fatbike als Mode für Mollige oder für mich als Rad für Rollige auch ein Plusformat und sollte mit 29+ und B+ in eine Kategorie geworfen werden. Jetzt bin ich mal erster, mal schauen, ob die Welt meinem Wunsch folgt.

Pornös in fat, das Nicolai Argon Fat von unserem User vighor mit Nextie Carbon Felgen.
#8 Pornös in fat, das Nicolai Argon Fat von unserem User vighor mit Nextie Carbon Felgen. – Die Geschichte dazu gibt es hier: http://www.mtb-news.de/forum/t/nicolai-argon-fat-aufbau.716394/

Das OnOne Fatty
#9 Das OnOne Fatty „Gecko“ von unserem User Olca. – Muschinöse Liebe zu Farbe und Detail.

Ja, der Kampf um die Laufradgrößen tobt immer noch. Besonders das Thema Fatbikes ist gefühlt das Reizthema schlechthin. Noch viel mehr jetzt, wo es wieder ein Mittelding zwischen Fat und Normal gibt – wie einst bei 29“ vs. 26“.

Ich glaube, dass wir weiterhin Opfer unserer Leidenschaft für das Mountainbike bleiben. Die Rechtfertigung, das siebte Mountainbike zu kaufen, wird auch immer einfacher und der Trend geht dann in Anbetracht der Masse an Rädern in unseren Kellern vielleicht zum Bike-Sharing. Wir werden weiter Gründe finden, uns lieber in Foren die Köpfe einzuschlagen, anstatt biken zu gehen. Ja, der Laufradgrößenkrieg wird noch lange nicht zu Ende sein. Das Thema ist so mit Emotionen geladen, dass man sich diesem häufig nicht mehr objektiv nähern kann. So ein Rad mit fetten Pneus weckt doch Begierden, die rational nicht zu erklären sind. Und das müssen sie auch nicht. Ein +Format rollt und macht anscheinend viele Menschen glücklich. Da wächst mit der Breite der Reifen die Ausschüttung der Endorphine.

Der Trend des diesjährigen Sea Otter Classic ist unverkennbar. Die Mountainbikewelt wird noch vielfältiger und bunter werden und auch bleiben. 26 Zoll wird in Kinderrädern überleben. Die Nischen werden mehr und sie werden größer. Und was kommt als nächstes?
Ich warte auf die 36 Zoll Laufradrevolution. Meine Meinung dazu ist einfach: Yippie-Ya-Yeah Schweinebacke, ich sattel die Sau und reite mit ihr im Schweinsgalopp durchs Dorf.

In diesem Sinne, Think Pink – eure Muschi

Grauzonenbiker ist unserer Zeit voraus
#10 Grauzonenbiker ist unserer Zeit voraus