* CX Cycloholic Xtasy

Ich für meinen Teil finde den Herbst als Jahreszeit total unterbewertet. Für mich ist besonders zu dieser Zeit das Mountainbiken ein ganz besonderes visuelles Erlebnis. Auch bietet der Herbst den Einstieg in die etwas andere Wettkampfsaison an. Und diese ist genauso unterbewertet wie der Laubfall in deutschen Buchenwäldern. Die Rede ist von der Saison der Cyclocrossrennen, kurz CX.

Die Ähnlichkeiten zu Cross-Countryrennen sind nicht zu leugnen
#1 Die Ähnlichkeiten zu Cross-Countryrennen sind nicht zu leugnen

Freunden des Cross-Country werde ich damit nichts Neues erzählen, aber dem Rest vielleicht. Beide Arten des Radsports passen hervorragend zusammen. Warum? Weil beide heute ein Maximum an Koordination und Technik voraussetzen. Schon lange hat sich das stupide Geschwindigkeitsgebolze im Cross-Country zu einer technisch anspruchsvollen Hochgeschwindigkeitstortour gewandelt. Das konnte ich an den anerkennenden Blicken der Bikeparkbesucher beim MDC-XC Cup in Bad Salzdetfurth erkennen. Wen wundert es? Schon die alten Römer mussten in den Arenen immer wieder mit einem neuen Spektakel unterhalten werden, um sie bei Laune zu halten. Rockgarden, Drops, Steilkurven und Kompressionen lassen so einige Fahrer schon zum Racefully und zur Vario-Sattelstütze greifen.

Die Wutz im Kampf gegen die Stolperfallen.
#2 Die Wutz im Kampf gegen die Stolperfallen.

Focusbatterie, bereit zum Einsauen.
#3 Focusbatterie, bereit zum Einsauen.

Da lacht der Cyclocrosser nur, schultert sein Rad und geht im herbstlich rutschigen Wald spielen. Fully? Variostütze? Rockgarden? Braucht er nicht, denn dieser Radsport aus der Altvorderenzeit hat nichts von seinem Reiz verloren. Nur das Interesse des deutschen Publikums ging kurzfristig abhanden. Nun findet dieser Wettkampfsport den Weg zurück ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Zu Recht, wie ich finde. Über die filigrane Schönheit dieser Räder will ich mich gar nicht erst auslassen. Das technische Fahrvermögen muss sehr ausgeprägt sein, um CX Rennen auch unter widrigsten Bedingungen erfolgreich bestreiten zu können. Da braucht sich der Schlammspringer nicht hinter dem Felsenhopser zu verstecken. Und spektakulär sind die Rundkurse allemal mit ihren Hindernissen, steilen Auf- und Abfahrten und Fangopackung. Das der Crosser geländetechnisch schneller ans Limit geführt wird, ist dabei mehr Herausforderung als Handicap. Auf jeden Fall wird man durch den Wechsel auf den Crosser zum kompletteren Fahrer.

Ich nutze die Gelegenheit, mal ein paar Termine zusammenzustellen für die, die entweder selber fahren möchten oder aber einfach nur mal zuschauen wollen.

  • Sa, 17.10.2015 Schmelzer Geländetag G.P. von BETA – Schmelz
  • So, 25.10.2015 Deutschland-Cup Cross – Bad Salzdetfurth
  • Sa, 07.11.2015 Großer Preis von Offenbach – Offenbach/Queich
  • So, 08.11.2015 Internationaler GGEW City Cross Cup in Lorsch
  • Sa, 14.11.2015 RaiBa Querfeldein in Hürth Kendenich – Rugby-Heim/ Sportplatz
  • So, 15.11.2015 Deutschland Cup Cross – Magstadter Radcross – Magstadt
  • So, 22.11.2015 2. Rheinzaberner Cyclocross – Rheinzabern
  • So, 29.11.2015 Crossrennen Rund ums Waldstadion Herxheim
  • Sa, 05.12.2015 Internationaler GGEW Grand Prix Cross – Bensheim

Insbesondere möchte ich hier auf den Jos Feron Cup verweisen. Diese niederländische Rennserie nahe Aachen bietet 15 Rennen vom 11.11. 2015 bis zum 24.01.2016. Da tobt sich mehr als ein deutscher Marathonfahrer aus, um die Form für die folgende Saison aufzubauen.

Es gibt Fahrer, die sowas auch fahren.
#4 Es gibt Fahrer, die sowas auch fahren.

Ein Dank an Stein Photo-Art  und Hard Attack für die zur Verfügung gestellten Fotos.

diesem Sinne, Think Pink – Eure Muschi